Erster Sieg in der noch jungen Saison für die Farmers. Wie im Vorjahr konnte der GFL-Absteiger besiegt werden, 2008 waren es die Saarland Hurricanes, 2009 die Darmstadt Diamonds. Parallelen sind auch sonst vorhanden, ein defense-orientiertes Spiel mit, zumindest in der ersten Hälfte, wenigen Punkten und ein Gegner, der den hohen Erwartungen gerade in der Offense nicht gerecht werden konnte. Die Südhessen leisteten sich zu viele Ungenauigkeiten im Zusammenspiel Quarterback-Receiver und zu viele Ballverluste, um in dieser Form ein Titelaspriant zu sein. Die Westerwälder konnten anfangs kein Kapital aus den Fehlern schlagen, verloren ihrerseits ebenfalls zweimal den Ball in aussichtsreicher Position. Auch hier war die letzte Genauigkeit im Passspiel noch nicht vorhanden. So stand es durch ein Fieldgoal zur Pause 0-3.
Das Bild änderte sich dann in der zweiten Halbzeit, QB Bryan Abihider fand mehr Sicherheit und in TE Peter Piechaczek einen Abnehmer für den ersten Touchdown des Tages. Gerade die Tightends, im letzten Jahr nicht groß im Passspiel involviert, konnten diesmal glänzen. Zu Beginn des Schlussviertels erhöhte Matthias Dreser für die Farmers auf 10-3, aber die Diamonds ließen sich dann nicht lange bitten. Nachdem QB Ryan Alexander einen 4. und 10 selbst erlaufen hatte fand Sebastian Reeg den Weg in die Endzone und verkürzte auf 10-9. Dann der letztendlich entscheidende Moment, LB Dirk Machalett konnte den Extrapunktversuch blocken und die Farmers blieben in Führung. Bryan Abhider bediente im nächsten Drive zunächst Knut Haase perfekt trotz Doppeldeckung, dann Christian Günter, der dem Diamonds-Verteidiger entwischte und die Führung nach PAT Dreser auf 17-9 ausbauen konnte. In den letzten Sekunden des Spiel konnte Diamonds-QB Alexander dann seine Klasse zeigen, er führte sein Team über’s gesamte Feld und fand Marc Fauquembergue in der Endzone zum 17-15. Beim Snap der Twopoint-Conversion dann erneut ein Fehler der Diamonds, Ryan Alexander konnte den Ball erst im Nachfassen sichern und hatte gegen die Farmers-Verteidiger keine Chance mehr, die nötigen zwei Punkte zum Unentschieden zu erzielen.